Preis für den hellsten Blitz im Universum geht an ...
3. Februar 2025
Vor nicht allzu langer Zeit haben Astronomen begonnen, kurze und helle Blitze mysteriösen Radiolichts zu entdecken, die in unserem Universum Verstecken spielen. Könnten dies wichtige Botschaften von Leben auf anderen Welten sein? Äh ...Nicht wirklich!
Diese Blitze sind als Fast Radio Bursts (FRBs) bekannt. Auch wenn es sich dabei nicht um DMs von Außerirdischen handelt, finden es Astronomen spannend, FRBs zu untersuchen, da sie Fenster zu einigen der extremsten Umgebungen in unserem Universum sind.
FRBs passieren so schnell, dass sie nur etwa 1 Millisekunde dauern, fast 100-mal schneller als ein Wimpernschlag! Diese Ausbrüche sind so stark, dass sie in einer Millisekunde mehr Energie erzeugen als die Sonne in einem Monat.
Ein Team von Astronomen aus den Niederlanden hat fast drei Jahre lang mit dem Westerbork Synthesis Radio Telescope (WSRT) nach FRBs gesucht und dabei zwei Dutzend neue FRBs gefunden! Woher kommen diese Ausbrüche und was erzeugt sie?
Das Team begann, diese neuen FRBs eingehend zu untersuchen und machte eine erstaunliche Entdeckung. Die Art und Weise, wie diese Radiostrahlungsausbrüche entstanden und sich auf ihrer Reise durch den Weltraum veränderten, ähnelte denen, die von jungen, magnetischen Neutronensternen in unserer kosmischen Nachbarschaft ausgesendet wurden. Hier ist der Clou! Die neu entdeckten FRBs leuchten eine Milliarde Mal heller als die nahe gelegenen Neutronensterne, was darauf hindeutet, dass diese neuen Ausbrüche von weit außerhalb unserer Milchstraße kommen müssen – mindestens eine Milliarde Lichtjahre entfernt. „Gefunden!“ sagt einer der entfernten Neutronensterne.
Bild: Illustration der neuen schnellen Radiostrahlungsausbrüche, die wahrscheinlich von jungen, magnetisierten und hochenergetischen Neutronensternen ausgehen, die vom Westerbork-Teleskop entdeckt wurden. Bildnachweis: van Leeuwen/ASTRON
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Tolle Fakten
Wusstest du, dass es fast unmöglich ist, vorherzusagen, wann und wo die nächsten FRBs auftreten werden? Dank des Supercomputers Apertif Radio Transient System (ARTS) des WSRT, der speziell nach solchen kurzen, hellen und weit entfernten FRBs sucht, können Astronomen diese kosmischen Feuerwerke und extremen Objekte nun sehr detailliert untersuchen.
This Space Scoop is based on a Press Release from
ASTRON
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